Ich freue mich ja über jeden neuen Bewusstseinsstrom, den ich drüben bei Gamersglobal veröffentliche – aber mitunter gibt es so Ausgaben, wo ich beim Schreiben (und Wiederlesen) besonders jauchze und mich besonders auf die Diskussion freue. Das ist so ein Fall.
Wir reden über Erweiterungen – wann sind ein fehlendes Puzzle-Stück, wann eine „Wusste gar nicht, dass mir das fehlt?“-Ergänzung, wann fast nur ein Geldergaunern? Und in guter Tradition dieser Beiträge und in schönem Parallelismus zum eigentlichen Artikel fallen mir hier auch eine Reihe von Ergänzungen ein, die es nicht in den Hauptartikel geschafft haben.
So zum Beispiel das Zeitalter inoffizieller Erweiterungen – auch die Maximum-Fun-Reihe von Computec zum Beispiel – inklusive schäbiger CDs, die nur Spielstände beinhalteten (nicht von Computec!) und gegen die von den Original-Rechteinhabern sogar vorgegangen wurde.
Oder, dass beim Erscheinen von Cleopatra die PC Games unkte, hier käme nun „das Add-on zum Add-on für Cäsar 3“.
Ebenfalls bemerkenswert: Oft sind Erweiterungen gar nicht vom Primärstudio – Blizzard selbst wollte gar keine Erweiterung für Diablo – Hellfire wurde unter argwöhnischen Blicken von Synergetic Systems entwickelt. Beyond the Dark Portal für WarCraft 2 kam aus dem Hause Cyberlore, deren Vita auch Erweiterungen für Heroes of Might & Magic und MechWarrior 4 umfasst. Kanes Rache? Haben die BreakAway Studios gebaut, die bereits das eben erwähnte Cleopatra gezimmert hatten.
Und die eine Ausnahme(?) für die Adventure-Regel: Gerda, A Flame in Winter hat nämlich dazu tatsächlich zusätzliches Story-DLC.
Dass die Abo-Cover einer Zeitschrift eine prima Gelegenheit bieten, den Titelseiten-Malus zu umgehen (bei dieser Kiosk-Ausgabe etwa war Medieval 2 die Titelgeschichte im Briefkasten). Der übrigens auch mit World of WarCraft noch bestand, unser Cover zu Wrath of the Lich King war eine absolute Notlösung.

Zu meiner neuen Kolumne „Die Kunst des Add-ons“ inklusive tollem Uwe-Kier-Gedenkaufmacher. Auch hier ein Bonus-Faktum: Alarmstufe Rot 2 hatte in der deutschen Presse, insbesondere bei PC Games, einen eher schweren Stand, wohl auch als Überkorrektur für Tiberian Wars. Damit ist uns ein bisschen das souveräne am (technisch in der Tat veralteten) zweiten Rot Alarm und an dessen positiv überdrehter Erweiterung entgangen.
