Wann immer ich mich mit einer bekannteren Marke, Spielefirma oder Person hier beschäftige, gilt: Entweder habe ich damit bereits massenweise Berührungspunkte gehabt (Command & Conquer, Anno, Siedler…) oder trotz erstaunlicher Prominenz rauschte das gesamte Universum bisher an mir vorbei (Homeworld, siehe auch: Mut zur Lücke). Heute schwingt das Pendel wieder in die Richtung der überraschenden weißen Stelle. Beim Thema: Peter Molyneux.
Meine erste PC-Player-Ausgabe hatte zwar Dungeon Keeper auf dem Cover und ich erinnere mich auch noch an das Test-Video und die thematisch passenden Multimedia-Leserbriefe, auch die Demo spielte ich kurz. An Black & White war in der überreichlichen Vorberichterstattung kein Vorbeikommen – doch tatsächlich bekam ich ab dem Release kaum noch etwas mit davon, höchstens ein paar kurze Sessions auf dem PC meines Gast-Bruders. The Movies: Ich nahm insbesondere die ganze Community-Arbeit mit den selbst produzierten Filmen wahr (siehe auch hier und hier) – und in unserem Büro gab es einen „Regie-Stuhl“ mit Petras Namen als PR-Geschenk. Fable? Haben wir sicherlich in unserem Rollenspiel-Sonderheft gewürdigt.
Aber in meiner aktiven Zeit ein Molyneux-Spiel wirklich intensiv redaktionell besprochen? Tatsächlich gar nicht. Das ändert sich jetzt, denn drüben bei Gameswelt habe ich meine Eindrücke aus einer gezeigten Demo sowie ein paar Interview-Antworten in eine Preview des God Game Masters of Albion gegossen. Ohne „Sind Sie ein pathologischer Lügner„, aber dennoch mit dem Versuch einer gesunden Portion Skepsis. Mein Hin- und Wieder-Auftraggeber Gamersglobal hat als einziges Magazin überhaupt einen Vor-Ort-Besuch ergattert und in eine große Preview verwandelt.
Letztlich ist die Frage – eher dem Visionär glauben oder freundlich, aber bestimmt auf das große Vorschusslorbeeren-Soll verweisen an dieser Stelle nicht abschließend zu beantworten (und war auch im Gespräch mit anderen heterogen). Es bleibt das Jürgen-Kuttner-Kompositum optimisstrauisch.
