Anno 117: Test & Tipps

Spieltrieb

Was kommt nach Enthüllung, Event und Preview? Richtig, der Test. Nun ist der Hafen erreicht, drüben bei Gameswelt lasse ich mich in moderater Ausführlichkeit zu Anno 117: Pax Romana aus. Diesmal ohne Donna-Maria-Rahmenhandlung und auch sonst mit wenigstens zwei Seiten meiner Notizen, die es nicht in den fertigen Text geschafft haben. Zu kleinen Microcopy-Quips. Zu den Statistik-Übersichten und den modularen Schiffen. Zu möglicherweise nicht enthaltenen Filter-Ansichten. Und und und.

Allein, die Krux bei einem Review besteht ja nicht nur darin, seitenweise Features aufzulisten und zu vergleichen. Ja, Kompetenz und Tiefe vermitteln bleibt wichtig. Aber, und das war eine der großen Mitnahme-Effekte der kurzen Play-Vanilla-Zeit Computecs: Es zählt auch, das Gefühl zu beschreiben, dass ein Spiel auslöst. Also, jenseits eines frustrierenden Schwierigkeitsgrades.

Und gerade das finde ich bei Anno 117 spannend. Denn für mich geht es dabei nicht nur um Spielspaß, sondern, gerade in Latium, um ein Rom-Gefühl. Das die magische Caesar-Serie damals perfekt einfangen konnte, und von der sich Pax Romana tatsächlich bewusst etwas absetzt.

Andere Menschen, haben auch Meinungen, etwa Gamersglobal oder, etwas wenig wohlwollend, IGN. Und dabei interessant: Wo besondere Übereinstimmungen (Ausblendung der Sklaverei, nicht vorhandene Volltextsuche bei Handelsrouten) liegen.

Bekanntermaßen war mein erster offizieller Test bei PC Games Anno 1701. Und regelmäßig frage ich mich, ob die damals vergebene 86 unfair war, wenngleich der Kernpunkt – langfristig wird es halt dünn mit den Herausforderungen – natürlich zutrifft. Gerne hätte ich geschrieben, dass diesmal aus Mainz ein „So und nicht anders“-Spiel kam, dem bedenkenlos sämtliche Edelmetalle gebühren. Dem ist auf sehr hohem Niveau nicht ganz so; aber dennoch dürfte jede:r Aufbau-Sympathisant:in mit Pax Romana viel Spaß haben.

Ganz drüben bei GameStar gibt Fabian(n)o tatsächlich genau 86 Punkte mit einem feinen inneren Dialog und Kritik am späten Spiel – ein Echo meines damaligen Anno-1701-Tests, allerdings unter ganz anderen Vorbedingungen. Die Fürther Ex-Kollegen sind etwas begeisterter. Rockpapershotgun erfreut sich ebenfalls an den neuen Bedürfnis-Optionen. Inzwischen gibt es darüber hinaus Debatten über „KI“-Verwendung sowie die (auch von mir im Test kritisierten) teilweise sehr wohlmeinenden Übersetzungen.

Update 14. November: Ich habe jetzt auch ein paar Tipps für den Einstieg in Anno 117 veröffentlicht. Leicht granteld, dass mir aus dem Intro ein De-Ballo-Gallico-Zitat mit Sümpfen und ein imax(us)-Wortspiel entfernt wurde, aber sic gloria transit mundi.

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