Tag Archives: Astronomie

Von Milton Keynes nach Liverpool: Fernstudium – die Fortsetzung

(Bitte beliebige einigermaßen schmissig pointierte Einleitung über Hollywoodfortsetzungswahn denken. Danke.)

Rund zwei Wochen ist es her, dass ich meine letzte Prüfung für die Open University geschrieben habe, im Astronomie-Kurs S282. Auch wenn das keine absolute Glanzleistung war, so gehe ich doch davon aus, dass es für ein einigermaßen akzeptables Bestehen gereicht hat – und damit mein Soll an Credits sowohl für das Zertifikat in Astronomie, als auch, ungleich wichtiger, für den B.A. (Hons) Humanities erfüllt ist. Das wäre gut und schlösse dementsprechend dieses Kapitel. Vermutlich werde ich noch einmal einen Gesamtrückblick des Studiums verfassen, aber zunächst ist das ein hinter mir liegender Abschnitt.

In einer angenehmen zeitlichen Dichte trudelte heute früh eine Mail mit dem Betreff „Admission“ ein, Absender war die University of Liverpool. Ab Kursbeginn 17. November geht es hier los, ich beginne einen MSc in Software Engineering. Ich hatte noch keine Möglichkeit, die Online-Tools etc. einzusehen, daher kann ich noch nicht viel zur Vergleichbarkeit sagen, zumal ein Master und ein B.A. inklusive den 10-Punkt-Kurzkursen schlichtweg in anderen Erwartungshorizonten auf beiden Seiten angesiedelt sind. Continue reading Von Milton Keynes nach Liverpool: Fernstudium – die Fortsetzung

OpenU: Ein letzter(?) Zwischenstand – Examen vorbei, Fazit zum ersten naturwissenschaftlichen Kurs

Ich habe länger nichts zu meinen aktuellen Fortschritten des OpenU-Studiums geschrieben – weil mich selbiges einfach zu sehr in Anspruch nahm. Nun, da sich mit der Fertigstellung von A330 – Myth in the Greek and Roman Worlds und S283 Planetary Science allerdings etwas Luft ergibt, gibt sich die Gelegenheit zu einer kleinen Wasserstandsmeldung. Ich habe nur noch das halbe S282 (inklusive Examen) und A177 (ein TMA noch) vor mir, danach sollte es das wirklich gewesen sein.

Astronomie-Kurse: Spannend und keineswegs unbezwingbar

S282 und S283 sind nicht nur numerisch nah beieinander, auch inhaltlich und konzeptionell gibt es starke Gemeinsamkeiten. Beide Kurse bestehen im wesentlichen aus je zwei 300-Seiten-Büchern inklusive Aufgaben, was also die Orientierung sehr leicht macht und das aus etlichen geisteswissenschaftlichen Kursen bekannte Problem, drei, vier Bücher dabei zu haben, beseitigt. Die englische Sprache ist genauso wenig (oder eben individuell auch stark) ein Problem wie bei den anderen Kursen auch, wobei man sich sicher öfter dabei ertappt, Gleichungen im Kopf auf deutsch zu lesen. Continue reading OpenU: Ein letzter(?) Zwischenstand – Examen vorbei, Fazit zum ersten naturwissenschaftlichen Kurs

Examen, Credit Transfer, Neubeginn

Kontinuierlich schlägt der Stock auf das Trommelfell, in einem nie langsamer verebbendem Rhythmus: So lief es in antiken mediterranen Ruderbooten, so läuft es im OpenU-Studium. Zwischendurch fällt, um es mit Ephraim Kishon zu sagen, dem mitreisenden Senator ein, dass er Lust auf Wasserski hat, und das Tempo wird punktuell weiter angezogen; das Äquivalent sind TMA- und Examen-Staccato, wie sie bei meiner Kursdopplung letztes Jahr zweifelsfrei mehrfach auftraten. Daher ist es nun, nach den TMAs und den abschließenden Examen, Zeit für ein Resümee.

AA306 – Nicht wie es euch gefällt oder was ihr wollt

Wie schon in früheren Beiträgen angedeutet, schmälert das irrsinnige Tempo (auch ohne Kursdopplung) des Shakespeare-Kurses den Gesamteindruck erheblich. Im Durchschnitt zwei Wochen für ein Stück inklusive Sekundärliteratur, Performances auf DVD oder CD und dem Niederschreiben komplexerer Gedankengänge, das verleidet einem die Freude gewaltig. Und es zwingt quasi dazu, von vornherein wirklich rabiate Abkürzungen zu nehmen – die „Intervalle“ etwa, das waren thematische Exkurse zum Editierungs- oder Aufführungsprozess, habe ich erst nach dem letzten Assignment angeschaut; mit Ausnahme von drei Filmen, zwei kurzen Videobeiträgen und anderthalb Stunden Audio-Aufnahmen habe ich den Multimedia-Teil komplett ignoriert.

An dieser Stelle kommt aber auch ein grundsätzliches Defizit in der Konstruktion des ganzen Kurses zum Tragen: Im Gegensatz zu anderen Kursen – auch auf Level 3 – wird einem im Study Guide einfach nur eine Materialsammlung hingeworfen, die es in dieser Woche in einer bestimmten Reihenfolge durchzuarbeiten gilt. Das Heftchen zu den Multimediainhalten liefert zwar jedesmal eine Fragensammlung, und die kursbegleitenden Bücher hangeln sich immer einigermaßen entlang einer festen Struktur, aber insgesamt ist der Kurs sehr stark darauf ausgerichtet, sich halt irgendwie selber durchzuackern. Man kann natürlich sagen, dass selbstständiges Erarbeiten von Inhalten ja eben Teil einer Hochschulausbildung ist: Völlig richtig. Und natürlich hat das sogar den Vorteil, dass man eben wesentlich leichter abkürzen kann. Aber: in einem Präsenzstudium etwa waren die Feedback-Intervalle nach meiner immerhin zweijährigen im Regelfall kürzer und intensiver, und es dürfte auch einen Grund haben, dass die neueren Kurse deutlicher Fragestellungen – und Antworten! – geben.

(Und: Das mehrfache Lesen von Stücken, wie in den Instruktionen manchmal angegeben, ist nun wirklich bar jeder Realität.) Continue reading Examen, Credit Transfer, Neubeginn