Tipps zur Apple Time Capsule

Während ich noch überlege, was der richtige Genus für das Gerät sein könnte (das Time Capule?), wollte ich einmal die Gelegenheit nutzen, meinen Erfahrungen nach immer wieder auftretende wichtige Aspekte zu beleuchten, die mich und offensichtlich viele andere etliche Stunden gekostet haben, auf dass Sie der Leserschaft erspart bleiben.

  • Der Festplattenwechsel bei der Time Capsule ist wirklich einfach – sind zwar recht viele Schrauben, aber einfache Kreuzschlitzteile. Der Kleber geht auch leicht ab, und dass der Wärmesensor an die neue Festplatte rangepappt werden muss, leuchtet ebenfalls ein. Bei häufigem Auf- und Ausschrauben aber darauf achten, dass der Stromanschluss nicht aus seiner kleineren Verankerung rutscht.
  • Zur eben verlinkten Anleitung: Die WD Green Power mag eine tolle Festplatte sein, für Zeitkapseln ist sie meiner Meinung nach ungeeignet, weil der Einrastmechanismus bei häufiger Beanspruchung zu schnellem Verschleiß führt – in unserem Fall reden wir noch nicht einmal einem Jahr. Vermutlich tritt das Problem später auf, wenn etwa nur ein Rechner pro Stunde das Gerät anspringen lässt, aber eine wirklich langlebige Lösung, wie es für eine Backup-Strategie nötig ist, stellt das nicht da. Bei meinen Recherchen bin ich auf recht wenige Endkundengeräte gekommen, die „Server-Qualität“, also eine hohe mittlere Ausfallzeit, anbieten. In unserer Time Capsule surrt ironischerweise nun wieder eine Hitachi Deskstar E7K1000 beständig, wobei meine jüngsten Recherchen ergeben haben, dass eine Hitachi Ultrastar nochmal empfehlenswerter wäre.
  • Die sparsebundle-Dateien lassen sich im Festplatten-Dienstprogramm analysieren und reparieren. Hat bei mir zwar noch nie irgendetwas gebracht, aber laut diversen Forenbeiträgen anderen schon.
  • Bei der Migration der Images sind meine Erfahrungen bis jetzt durchwachsen, teilweise möchte Time Machine partout ein neues Backup vom neuen, alten System anlegen.
  • Für diesen Fall und auch für die erste Sicherung mit dem Gerät gilt die Empfehlung, ein Backup übers LAN-Kabel anzulegen. Dafür muss im Airport-Dienstprogramm, Reiter Drahtlos, die WLAN-Funktionalität ausgeschaltet werden – zumindest ist das so, wenn das Gerät nicht dazu dient, das WLAN auch aufzubauen, sondern sich nur mit diesem verbindet oder es erweitert.
  • Wer beim anschließenden Wiederinkabellosigkeitnehmen die Fehlermeldung „Das gewählte Netzwerk kann nicht erweitert werden“ sieht – nur relevant, wenn das Gerät nicht dazu dient, das WLAN aufzubauen –, kann mit gedrückter Alt-Taste im Formular einfach „Mit drahtlosem Netzwerk verbinden“ wählen.
  • Schließlich: Um den Traffic insgesamt zu minimieren, ist es empfehlenswert, zu wenigst Browser-Cache und virtuelle Maschinen vom Backup auszuschließen, was sich ganz leicht in den Optionen einstellen lässt. Anderenfalls surrt die Zeitkapsel länger, verbraucht so mehr Energie, emittiert mehr Wärme und verstopft das WLAN.

Schlusssatz: Die vielen Bemerkungen und Hinweise für eigentlich relativ simple Anwendungsfälle sind ungewöhnlich für das, was Cupertino-Produkten normalerweise nachgesagt wird – einfach die Arbeit erledigen und ans Ziel kommen ohne viel Frickelei.

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