Monthly Archives: March 2011

WordPress, F8 Lite, Slideshow, Jquery – und eine Lösung

So, genug SEO mit dem Titel betrieben, jetzt ist es Zeit für das zweite Anliegen, nämlich etwas für die Online-Reputation tun, von wegen Technik-Kompetenz und so. In dieser Folge: Im WordPress-Theme F8 Lite eine Slideshow einbauen (respektive verwenden), die nur aus Bildern besteht. So wie das bei Elisabetta Lombardo Photography (dort nur auf der Startseite), oder bei den Spreesprossen (dort überall).

Sieht eigentlich in CSS3- und HTML5-Zeiten gar nicht so nach Star Trek aus, bedarf aber in den neueren Versionen des Themes einer kleinen Anpassung. (Bei Elisabettas Seite haben wir das Theme noch nicht wieder aktualisiert – aufgrund der Modifikationen gliche das auch einem Fangespiel mit Randalierkobolden.) Zu einer Lösung habe ich bereits in PC-Achievements dank WordPress gebloggt, diese funktioniert jedoch mit neueren Versionen des Themes nicht mehr.

Was gibt es zu beachten?

Trivial: Alle Bilder sollten in der gleichen Größe vorliegen und natürlich möglichst bandbreiten- und qualitätsschonend abgespeichert worden sein. Und natürlich Sicherheitskopien aller Dateien, die im Laufe des Prozesses angefasst werden, weil sich diese nicht mit den WordPress-Bordmitteln zurücksetzen lassen. Wann immer WordPress die Möglichkeit zwischen visueller und HTML-Bearbeitung bietet, letztere wählen, sonst wird Quellcode kaskadiert und funktioniert nicht mehr. Continue reading WordPress, F8 Lite, Slideshow, Jquery – und eine Lösung

Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2011 (2): Wahlrecht und Chancen der Linken

Abgesehen von eigentlichen Stimmzahlen – siehe dazu meinen ersten Beitrag sowie die aktuellsten Umfragen bei wahlrecht.de – spielen bei der morgigen Wahl in Baden-Württemberg noch zwei weitere Faktoren hinein.

Zum Einen ist da die Fragen, ob die Linken der Einzug in den Landtag gelingt. In einem solchen Fall scheint eine Patt-Situation zwischen Rot-Grün (oder Grün-Rot) und Schwarz-Gelb wahrscheinlich, eine Fortsetzung von Mappus’ Ministerpräsidentschaft nahezu ausgeschlossen. (Die Linke hat das in der Tortendiagrammanimation dieses Videos eingebaut).
Die meisten Umfragen sehen die Linkspartei derzeit nicht im Landtag, nur der zwei der letzten zehn Umfragen sehen sie im Parlament. Die Zeit formuliert dazu in Ihrem Beitrag Die Linken als Schicksalsboten für Mappus: „Anderseits war das bei den Wahlen in westdeutschen Bundesländern zuletzt immer so: Der Parlamentseinzug der Linken galt im Vorfeld als zweifelhaft, meist schafften sie es aber doch recht locker. Auch in Stuttgart käme ihr Erfolg nicht völlig überraschend.“

Aber stammt das? Wurden die Linken in westdeutschen Flächenländern tatsächlich mehrfach unter der 5%-Hürde geschätzt, um dann doch ins Parlament einzuziehen? Nicht ganz: Continue reading Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2011 (2): Wahlrecht und Chancen der Linken

Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2011 (1): Übersicht und Umfragen

Es ist sicher keine Übertreibung, den Landtagswahlen im Südwesten am kommenden Sonntag eine besondere Bedeutung zukommen zu lassen, sowohl regional als auch bundesweit. Das hat verschiedene Gründe, wie die Entwicklung zeigt:

Landtagswahlen in Baden-Württemberg seit 1988
Überblick: Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg seit 1988.

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Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz 2011: Ausgangssituation und Umfragen

Rheinland-Pfalz hat einige Besonderheiten aufzuweisen, was seine politische Konstellation angeht. So war es selbst in der Zeit des sozialdemokratischen Trübsaals SPD-regiert, seit 2006 in absoluter Mehrheit und davor, ein damaliges Unikum, in einer sozialliberalen Koalition und profitiert enorm von der Popularität des Kurt Beck. Die Grünen haben es im sehr ländlich und dabei wenig studentisch geprägten Raum recht schwer, lagen in allen vergangenen Wahlen hinter der FDP und seit 2006 gar nicht mehr im Landtag vertreten. Auch eine Konstellation der PDS/Linken/WASG hat es in der Vergangenheit nie zu nennenswerter Zustimmung gebracht. SPD und CDU vereinen zusammen immer rund vier Fünftel der Stimmen, Grüne und FDP kamen gerade einmal an 15 Prozent heran.

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz seit 1987.

Mit dieser Gelassenheit, so scheint es, ist es ab Sonntag vorbei. Zunächst einmal die letzten Umfragen in der Übersicht, tabellarisch [nein, Google Spreadsheet weigert sich] wie visuell (und ja, ich werde bei Gelegenheit die Diagramme mal anders bauen): Continue reading Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz 2011: Ausgangssituation und Umfragen

Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt 2011 (3): Das Ergebnis und die Rolle der Wahlbeteiligung für die NPD

In aller Kürze ein paar Gedanken und Feststellungen zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt (offiziell beim Landeswahlleiter). Okay, jetzt wo ich drauf schaue, ist es noch nicht mehr so kurz. Egal:

Alle Landtagswahlen seit 1990 in Sachsen-Anhalt; markiert nur Parteien, die wenigstens einmal im Landtag saßen.
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Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt 2011 (2): Die Umfragen – und die demoskopische Schwierigkeit NPD

Anmerkung: Da einige Suchen jetzt hier landen: Fürs Endergebnis und eine Diskussion desgleichen hatte ich noch keine Zeit – derweil sei auf den Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt verwiesen.

Kurze Ansage vorher: Angesichts der Fülle von Landtagswahlen – hier hatte Hamburg zeitlich schlichtweg eine Luxusposition – ist es mir nicht möglich, die komplette Tour inklusive Bundesvergleich für alle anstehenden Wahlen durchzuführen. Das Pflichtprogramm – Umfragenlage und Geschichte – gibt es aber in jedem Fall. So, weiterlesen!

Zunächst einmal wie immer eine Tabelle, cloud-mäßig von den Google-Servern hiergeholt:

Und anschließend noch einmal die Visualisierung, mangels vernünftiger Diagrammfunktionen in Google Spreadsheet der heimischen Tabellenkalkulation entnommen. Ergebnisse wie immer auf Basis des großartigen Wahlrecht.de.

Die Umfragen in Sachsen-Anhalt geplottet. Bitte beachten, dass sich der zeitliche Abstand auf das Veröffentlichungsdatum bezieht.

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Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt 2011 (1): Ausgangslage im Bundesrat und im Land

Diesen Sonntag ist die zweite Landtagswahl des Jahres, in Sachsen-Anhalt. Die Wahl findet statt, während quasi die gesamte Berichterstattung der Öffentlichkeit auf die Ereignisse in Japan konzentriert ist, was die anderen Themen der jüngsten Zeit – die Unruhen in Afrika, Debatten über ein Engagement in Libyen, Nachwehen der Guttenberg-Affäre – merklich in den Hintergrund rückt. Ob und welche Auswirkungen dies insbesondere in den Bundesländern mit Kernkraftwerken haben wird, werden die nächsten Wochen noch zeigen. Zunächst einmal ein Blick auf die gegenwärtige Situation im Bundesrat nach der Hamburg-Wahl:

Übersicht: Der Bundesrat nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg
Übersicht: Der Bundesrat nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg - für eine vergrößerte Ansicht einfach klicken.

In Sachsen-Anhalt, das vier Stimmen Bundesrat hat, regiert seit 2002 der scheidende Ministerpräsident Wolfgang Böhmer. Ein kurzer Blick auf die historischen Wahlergebnisse zwischen Stendal und Naumburg zeigt einige bemerkenswerte Tendenzen. Zunächst einmal die Zahlen…

…und die Visualiserung.
Diagramm: Ergebnisse der letzten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt
Diagramm: Ergebnisse der letzten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt

Im einzelnen lässt sich schlussfolgern:

  • Die FDP hat eigentlich durchaus Potenzial, scheint dies aber in Regierungsverantwortung nie umsetzen können: 1990 holte sie Direktmandate in Halle, der Geburtsstadt Hans-Dietrich Genschers, 2002 erzielten die Liberalen mit 13,3% das beste Landtagswahlergebnis bundesweit seit 1990 (damals ebenfalls in Sachsen-Anhalt, 13,5% (erst wieder eingestellt durch Hessen 2009 mit 16,2%). Aber: Zwei Wahlperioden lang (1994-2002) waren die Liberalen gar nicht im Parlament vertreten, die jüngste Wahl 2006 ergab eine erhebliche Schrumpfung.
  • 1998 und 2002 wechselten CDU und SPD jeweils die Position mit jeweils deutlichen Verlusten respektive Gewinnen (vom 20%-Korridor in obere 30er-Regionen und umgekehrt). In beiden Fällen lässt sich daraus zu einem erheblichen Teil ein Votum über die Bundespolitik, insbesondere über die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, weder 1998 für Kohl noch 2002 für Schröder Paradethemen. (Das Hochwasser an der Elbe fand im August 2002 statt, rund ein halbes Jahr nach der Landtagswahl. Weder Schröders Pragmatismus hier noch der sich abzeichnende Irakkrieg konnten der SPD daher im Februar 2002 nutzen, was bei der Bundestagswahl 2002 anders aussah.)
  • Die Linke (ehemals PDS) kann sich insgesamt über einen stetigen Zustimmungszuwachs freuen. Die Grünen sind seit 1998 nicht im Landtag vertreten – die eher dünne Besiedlung und vergleichsweise wenige Studierende spielen der Ökopartei nicht in die Hände. Statistisch gesehen (Standardabweichung) sind Grüne und Linke am konstantesten, wenn auch auf unterschiedlichen Niveaus.
  • Sachsen-Anhalt ist nach meinen Recherchen das einzige Bundesland, was nach ausnahmslos jeder der letzten fünf Wahlen ein neue Regierungskoalition bekommen hat: Schwarz-Gelb, Rot-grüne, dann SPD-Minderheitsregierung jeweils unter PDS-Tolerierung („Magdeburger Modell“), Rot-rot, Schwarz-gelb, Schwarz-Rot.
  • Ebenfalls in Erinnerung: 1998 konnte die DVU aus dem Nichts 12,9% der Stimmen in Sachsen-Anhalt gewinnen, basierend auf einer teuren auf Protest ausgerichteten Kampagne, im Gegensatz zur NPD auch ohne regionale oder personelle Verankerung. Zwar blieb die DVU politisch einflusslos, zerfiel im Laufe der Legislaturperiode und trat 2002 nicht einmal mehr an, allerdings zeigt der enorme Sprung 1998 das mögliche Potenzial. Zudem zeigt ein Blick auf die Umfragen vor der Wahl, dass die DVU damals um die Hälfte zu niedrig geschätzt wurde – das wird bei der Betrachtung der NPD in den Umfragen eine gewichtige Rolle spielen.

Bürgerschaftswahlen in Hamburg (5) – Analyse: Lagerwanderungen und ein Drittel weniger Piraten

Ehe wir mit der großen Landtagswahl-Offensive der nächsten Wochen beginnen, ist es Zeit für eine abschließende Betrachtung des Hamburger Wahlergebnisses. Das Resultat weich durchaus merklich von den vorherigen Umfragen ab:

Auf die beiden Spalten rechts komme ich weiter unten zu sprechen. Umfragen wie immer von Wahlrecht.de. Im Einzelnen zu den Parteien: Continue reading Bürgerschaftswahlen in Hamburg (5) – Analyse: Lagerwanderungen und ein Drittel weniger Piraten

Day School – der Bericht aus Newcastle

Im Rahmen des Kurses A330 – Myth in the Greek and Roman Worlds hatte ich mir diesmal vorgenommen, wirklich an einer Day School teilzunehmen. Das sind (im Gegensatz zu den Residential Schools) keine Blockseminare, sondern eher Tutorien; es wird also keine Prüfungsleistung erbracht, sondern thematische Fragen und Vertiefungen sind das Anliegen.

In vielen Kursen sind kleinere und größere Tutorien dieser Art Bestandteil – der Lateinkurs A397 hatte beinahe im Monatsrhythmus welche. Ein großer Like-Button zu meiner Tutorin an dieser Stelle, denn sie hat die Veranstaltung nach dem entsprechenden Feedback der Teilnehmer organisiert, ursprünglich waren auch wieder viele kleinere Tutorien gedacht, die eine Anreise sicher nicht lohnen würden. Continue reading Day School – der Bericht aus Newcastle