Monthly Archives: January 2011

Leonardo an der OpenU – Erfahrungen mit dem ersten Zehn-Punkte-Kurs

Nachdem ich bislang eher die großen Neunmonatsbrocken des Fernstudiums an der Open University bearbeitet habe, sind nun, auch durch die Unbillen des Credit Transfer Centres und zur besseren zeitlichen Pufferung, ein paar (respektive: ein Paar) Zehnpunktehappen dran. Was unterscheidet die Kurse von den anderen?

  • Sie sind als Short Course ausgelegt, worunter die Universität je nach Bedarf ungefähr ein Viertel- bis Dritteljahr versteht.
  • Es gibt signifikant weniger Punkte – mit 10 nach OpenU-Standard-Umrechnung also fünf ECTS-Zähler, was vielen Seminaren an herkömmlichen Universitäten gleichkommt.
  • Es gibt keine Abschlussprüfung, zumindest in allen Kursen, von denen ich gelesen habe. Die Leistung wird lediglich über wenige TMAs ermittelt.
  • Zumindest mein Kurs ist nicht im eigentlichen Sinne benotet, sondern lediglich bestanden oder nicht (kein TMA unter 30%, Durchschnitt mindestens 40%).
  • Bis auf wenige Ausreißer sind alle Kurse im Level-1-Bereich.

Durch dieses Setup sind die Kurztrips ideal, um sich mit vergleichsweise geringem Risiko nötige Zusatzpunkte zu holen. Nebenan hat Sonja mal über ihre Erfahrungen mit A177 – Shakespeare: An Introduction geschrieben; dabei kam schon durch, dass der Aufwand nicht so gering ist, wie man es angesichts des vergleichsweise überschaubaren Punktepreisgeldes erhoffen würde.

Das gleiche gilt auch für den numerischen Kursnachbarn A178  – Perspectives on Leonardo da Vinci. Ich habe den Kurs genommen, weil ich, wie so viele, im Laufe der Zeit ein gesundes, nicht völlig frei von Dan Brown und dem Microsoft-PLUS-Theme gebliebenes Bild von da Vinci hatte. Weil ich mich an eine Ausstellung mit vielen nachgebauten Maschinen ebenso erinnerte wie an den vitruvianischen Menschen, der jahrelang in meinem Zimmer hing. Weil ich eben mehr wissen wollte. Continue reading Leonardo an der OpenU – Erfahrungen mit dem ersten Zehn-Punkte-Kurs

Landtagswahlen 2011: Zeit der Entscheidung oder viel Lärm…?

Insgesamt sechs Landtage respektive dieser Funktion entsprechende Stadtparlamente werden in diesem Jahr gewählt. (Bitte obligatorischen „Superwahljahr“-Satz inklusive selbstironischer Distanzierung denken. Danke.) Neben den jeweiligen Auswirkungen auf die Landesregierung sind die Signalwirkungen auf die Bundespolitik von besonderer Beachtung sowie gegebenfalls das Mehrheiten-Tetris im Bundesrat. (Die Zeit hat dazu auch einen zusammenfassenden Artikel zum Einstieg.)

Bemerkenswerterweise: Was den Bundesrat angeht, so war das mit einer Landtagswahl (NRW) quantitativ eher überschaubare 2010 spektakulärer, denn die Regierungsmehrheit wurde durch das rot-grüne Kabinett in Düsseldorf gekippt. (Die öffentliche Wirkungen mehrerer Landtagswahlen ist davon natürlich unberührt.)

Die wirklich spannende Frage, mit der ich die Analysen und damit das Blogjahr 2011 einleite: Gibt es eine Chance für Schwarz-Gelb, die Mehrheit zurückzuerobern? Oder erhöht sich zumindest der Pool an leichter „verhandelbaren“ Ländern, also solche mit Koalitionen, in denen wenigstens eine Regierungspartei beteiligt ist? Oder besteht sogar primär die Gefahr, dass sich die Oppositionswand zementiert und damit für Merkel folgt, was Gerhard Schröder erlebte: Nachdem in Hessen die rot-grüne Regierung durch Roland Koch abgelöst wurde, war es zwar mit der eigenen Mehrheit in der Länderkammer dahin, aber zumindest blieben lange noch genügend Länder im neutralen Block – bis sich das mit der Übernahme von Sachsen-Anhalt im Frühjahr 2002 änderte.

Die Ausgangslage

Ausgangslage für den Bundesrat 2011 - für Vollbild mit lesbaren Texten einfach klicken.

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