WordPress und Themes

Die gestrige Idee, meinen Freunden (für die Uralt-Witze-Kasse: ja, beiden) von diesem Blog zu erzählen und dann auf virale Ausbreitung und Abrufzahlen in Dimensionen von Spiegel Online zu hoffen, erhielt einen ordentlichen Dämpfer. Zum einen, weil es wohl für den Rest der Welt etwas spät war, als ich den Affeninselartikel endlich zu ende gekritzelt hatte. Zum anderen, der Handwerker beschimpft das Werkzeug, weil ich mit den Themes von WordPress mal wieder meine Probleme hatte. Der Reihe nach.

Lies! Das! Durch!

Die Normalansicht in Erudite. Ich mochte in Word die Initialien-Funktion immer sehr. Trotzdem scheint mir das Theme in der Summe zu wuchtig.
Die Normalansicht in Erudite. Ich mochte in Word die Initialien-Funktion immer sehr. Trotzdem scheint mir das Theme in der Summe zu wuchtig.

Den grundsätzlichen Gedanken von Erudite, nämlich bewusst Leser anzusprechen, mag ich – das wirkt ein bisschen wie die Lizenz zum Drauflosschreiben. Ein Theme, das erst Sinn ergibt, wenn man täglich die selbe Zeichenzahl wie Balzac abliefert – toll. (Gut, die Implikation, dass andere Blogs besonders auf Klicks ausseien, teile ich nicht, auf meine Lieblingsblogs trifft sie nicht zu.) Der Anblick der Startseite ist, nun ja, gewöhnungsbedürftig (siehe rechts). Jenseits dieser Geschmacksfragen allerdings gibt es einige CSS-Ungereimtheiten, die mich wirklich angefressen haben. Dass bei Bildern, die zu benutzen nun auch bei so einem Theme zuwenigst erlaubt sein sollte, gar kein Rand vorgesehen ist. Dass die Bullet Points von Listen aus dem linken Textrand ragen. Dass der an sich sehr schöne Einzug der ersten Zeile jedes Paragraphen auch nach Überschriften stattfindet, obwohl CSS-Selektoren ja hier eine intelligentere ermöglichten. All das kann man aber kitten – entweder direkt im Quellcode oder auch länger in den CSS-Dateien.

Wirklich meine Motivation zerstört hat dann aber das folgende:

Ein, äh, Feature? von Euridite ist die naturgetreue Simulation einer doppelt benutzten Druckplatte.
Ein, äh, Feature von Erudite ist die naturgetreue Simulation einer doppelt verwendeten Druckplatte, schon zu Gutenbergs Zeiten ein großer Spaß.

Tja. Und wenn man das Beta-Schild blinkend macht und animierte Pinguine drauf zeigen lässt: Das geht nicht.

Ent! Schei! De! Dich!

Also ging ich abends noch schnell auf die Suche nach einem Interims-Theme (ein Klick auf die jeweiligen Bilder führt zur Theme-Homepage bei WordPress):

Lightword - clean und mit dem gern benutzten Lightbox-Effekt.
Lightword - clean und mit dem gern benutzten Lightbox-Effekt.
Magazine Basic - eigentlich ziemlich gut, ergibt aber erst ab einer gewissen Artikelfülle Sinn und bedarf einiger sprachlicher und optischer Anpassungen.
Magazine Basic - eigentlich ziemlich gut, ergibt aber erst ab einer gewissen Artikelfülle Sinn und bedarf einiger sprachlicher und optischer Anpassungen.
DFblog - markante Farbgebung, klare Struktur. Bin ich eigentlich der einzige, der sich über den in so vielen Themes aktivierten Kalender wundert?
DFblog - markante Farbgebung, klare Struktur. Bin ich eigentlich der einzige, der sich über den in so vielen Themes aktivierten Kalender wundert?
Writer's Blog - war mir dann doch zu schlicht
Writer's Blog - war mir dann doch zu schlicht.

Die waren irgendwie alle ganz nett, aber so richtig geflasht hat mich auch nichts. Ich glaube nicht, dass ich bei meiner derzeitigen Lösung bleiben werde. Und ich sehe einiges an Lokalisierungsarbeit – gerade bei diesen fällt mir immer wieder auf, dass die Autoren der Themes ihre Funktionen und CSS-Dateien wildestmöglich verteilen, so dass man ja auch nicht mit dem Editor direkt dran kommt, sondern erst per FTP-Down- und Upload. Brr.

Trotzdem: Einen Hut gezogen vor allen, die sich die Mühe machen, WordPress-Themes zu erstellen und diese kostenlos veröffentlichen – vielen Dank!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *