Monthly Archives: June 2009

Wir haben da ein PR-Problem

Das können derzeit wirklich viele von sich behaupten, so viele, dass es nicht einmal lohnt, hier die obligatorische „Zum Beispiel“-Linkwiese samt Familienministerin und Heidelberger-Appell-Unterzeichner auszubreiten, sondern gleich auf den Punkt zu kommen: Die Europäische Union macht etwas falsch. Respektive, und das ist demokratietheoretisch fataler, sie macht irgendwas, vergisst aber, es den Leuten mitzuteilen. Continue reading Wir haben da ein PR-Problem

Bahnbrechende Erkenntnisse (1)

Das war vorauszusehen: Eines Tages würde auch ein geduldiger Mensch wie ich anfangen, über den täglichen Spaß in vollen Zügen hat. Und nun ist es soweit. Ich habe gleich zum Einstieg in das tägliche Hamburg-Berlin-Pendeln drei Monate lang die volle Dröhnung bekommen, 45 Minuten extra pro Tour, dafür Gratis-Essen. Das war mit Ansage, planbar – kein Problem. Einmal in den rund 120 Fahrten, die ich wohl unternommen habe, war der Zug über dreißig Minuten später, ungefähr fünf bis zehn Mal kam er wohl mehr als fünf Minuten nach Plan an, also in der Summe nichts Dramatisches. Continue reading Bahnbrechende Erkenntnisse (1)

The real thing is never what you think it will be

Max Payne 3. Eine einfache Kiste: Das letzte war ein tolles Spiel. Einen Nachfolger habe ich mit Handkuss einem Korb voller Schmerzmittel erwartet. Aber dann kam irgendsoein Dosenbierverehrer und nannte sich Max Payne 3.

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Klassisch: Großartiger Max Payne mit genügend Geld für Nassrasuren.

Ja, ich weiß. Zwischen dem ersten und zweiten Teil gab’s auch einen optischen Wechsel, dem etwa das bunte Hemd des Polizisten zum Opfer fiel. Und auch die Stimmung nuancierte sich.

Ja, ich weiß. Ein Entwicklerwechsel zieht, gerade bei qualitativ so hochwertigen Produkten, immer auch einen Stilbruch nach sich, den wohl die meisten nicht gut finden werden.

Ja, ich weiß. Max Payne 2 hat sich nicht sonderlich gut verkauft. Als Gründe werden die Marketingimps möglicherweise auch einen zu speziellen ästhetischen Charakter ausgetüftelt haben (ich sehe gerade, Michael Obermeier zieht die gleichen Rückschlüsse.)

Ja, ich weiß. Im Prinzip waren mittlerweile fast alle wichtigen Charakter tot oder doppelt totgeglaubt, der Faden der ersten Spiele einigermaßen entknüpft. Da nahtlos anzuschließen, dürfte eine ähnlich dankbare Aufgabe sein wie nach dem Ende von Monkey Island 2.

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Die unerträgliche Leichtigkeit des Adventure-Genres

Eines meiner Lieblingsbilder aus dem ersten A Vampyre Story. Aber das sage ich eigentlich zu fast allen AVS-Screens.
Eines meiner Lieblingsbilder aus dem ersten A Vampyre Story. Aber das sage ich eigentlich zu fast allen AVS-Screens.

BenutzerIn „..eve” spricht im Adventure-Treff-Beitrag zu neuen Vooju-Island- und A-Vampyre-Story-2-Bildern ein mir wohlbekanntes Gefühl aus:

„Ich war ungefähr 12 zu MI-Zeiten und hab die ersten beiden Teile geliebt. Das Leben geht weiter. Was brauch ich jetzt, über 20 Jahre später, ein Auferstehen von längst vergangenem, das sowieso nie und nimmer meien [sic] Erwartungen erfüllen kann…”

Die Klage über den „Hype der Ewiggestrigen” mag man überzogen finden, die Präferenz für Voojo Island und AVS 2 über die neu erschlossenen Affeninseln muss man nicht teilen, aber da trifft jemand einen Nerv, ein großes Gefühl. In dem Moment, in dem ich unter A Vampyre Story die 79 setzte, fiel mir das wieder ein und auf. Continue reading Die unerträgliche Leichtigkeit des Adventure-Genres

Alle auf Zucker

Die gute Nachricht: Ich habe beidem widerstanden, vorhin, beim Abendessen vor Sunshine Cleaning: dem Extra-Käse auf dem Veggie-Burger und dem frittierten Schafskäse als Vorspeise (Gemüsesticks stattdessen). Und ich war mal einkaufen. Womit wir zur schlechten Nachricht kommen: Ich habe dort die aktuelle Öko-Test an der Kasse liegen gelassen. Und ich stelle fest: Unsere Gesellschaft ist auf Überzuckerung getrimmt. Continue reading Alle auf Zucker

Origami macht Grobmotoriker aggressiv. Und heftiger Regen sowieso.

Der Origami-Killer heißt so, weil er nach jedem Mord so ein Tierchen (?) hinterlässt.
Der Origami-Killer heißt so, weil er nach jedem Mord so ein Tierchen (?) hinterlässt.

Eigentlich will ich ja endlich mal anfangen, mich über die Zeit aufzuregen. 150 Euro bekommen die jedes Jahr von mir. Ihren Internetauftritt haben sie einst mit einem ganzen Buch (also, so eine Faltladung Zeitungsblätter beworben). Und trotzdem haben sie’s immer noch nicht… aber dazu komme ich später, morgen womöglich. Es gab auf der diesjährigen E3 ein paar Dinge, für die es sich wild und unkontrolliert im Büro herumzurennen lohnt. Das Monkey-Island-Zeug gehört dazu, bei Alan Wake bin ich noch am gedanklichen Verfasstwerden, Natal ist technisch sicherlich extrem faszinierend und wohnzimmertauglich, Dante’s Inferno ertzürnt immerhin Christen, aber mich lässt am Meisten grübeln und Wunschlisten schreiben: Heavy Rain: The Origami Killer. Continue reading Origami macht Grobmotoriker aggressiv. Und heftiger Regen sowieso.

WordPress und Themes

Die gestrige Idee, meinen Freunden (für die Uralt-Witze-Kasse: ja, beiden) von diesem Blog zu erzählen und dann auf virale Ausbreitung und Abrufzahlen in Dimensionen von Spiegel Online zu hoffen, erhielt einen ordentlichen Dämpfer. Zum einen, weil es wohl für den Rest der Welt etwas spät war, als ich den Affeninselartikel endlich zu ende gekritzelt hatte. Zum anderen, der Handwerker beschimpft das Werkzeug, weil ich mit den Themes von WordPress mal wieder meine Probleme hatte. Der Reihe nach. Continue reading WordPress und Themes

Was sagen Sie als Außenstehender zu Affen in Grafik-Adventures?

Das war ja irgendwie klar: Ich mache mir einen verhältnismäßig genauen Blogplan – dann und dann installieren, dann mit den ersten Artikeln anfangen, schauen, wie die Verschlagwortung und die Kategorisierung funktioniert, vielleicht mit den Themes experimentieren, und dann nach so einer Woche “live” gehen, also mal anderen Leuten sagen, dass es das Blog hier gibt. (Theme-bedingt hat sich das jetzt doch verschoben, Anm. des Autors ein paar Stunden später.)

Und nun (respektive, danke für die Verzögerung an Strato, neulich): Monkey Island kommt zurück. Und zwar gleich doppelt, einmal als “Remake” und einmal als episodische Fortsetzung. Natürlich schmeißt das alles über den Haufen und zwangsverpflichtet zum öffentlichen Kundtun der eigenen Meinung. Continue reading Was sagen Sie als Außenstehender zu Affen in Grafik-Adventures?