PC-Achievements dank Wordpress

Meine bessere Hälfte (ich lasse nicht unerwähnt: significant other klingt ja so viel schöner) hat für ihre Fotografietätigkeiten eine Webseite auf Wordpress-Basis. Sie hat sich für das Theme F8 Lite entschieden, dass ziemlich hübsch aussieht, aber leider einen eklatanten Nachteil hat: Seine zentrale Funktion, die Slideshow, verträgt sich nicht mit Lightbox, einem Plugin, was wiederum fast alle Flickr-Plugins benötigen. Das eine, wofür sie sich entschieden hat, ist eher mau dokumentiert und ich sitze einigen Tagen vergeblich daran, auch die description der jeweiligen Fotografien zu ergattern. Das wird mich wohl noch ein paar Tage beschäftigen.

Ich kann mich ja, obwohl Informatik und ich nicht einmal in einer Großen Koalition miteinander klar kämen, einigermaßen lange damit aufhalten, HTML-, CSS-, JavaScript- und PHP-Spielereien zu betreiben. Ein paar Dinge, die ich am Theme geändert habe, sind auch gar nicht mal so trivial (also, sie waren es zumindest für mich nicht). Dazu gehören die Slideshow-Funktionalität und die Möglichkeit, selbst auf die Thumbnails, die das Theme generiert zuzugreifen.

Die Slideshow-Problematik

Die Konfiguration der Slideshow, also der überblendenden Bilder auf der Startseite, statisch zu gestalten, ist aufgrund der bestenfalls lakonisch zu bezeichnenden Dokumentation von F8-Lite einigermaßen herausfordernd, was auch in Foren zu einiger Verzweiflung führt. Nicht ohne Humor heißt es in der Originaldokumentation einfach:

The slideshow shows the most recent 4 posts in category 1. You could make this slideshow static, showing only those images specified by replacing the code on slideshow.php with something like the following…

Im following Bereich sind dann eckige IMG-Tags und spitzklammerige HTML-Anweisungen, so dass man versucht ist, auch für erste eine Code-Entsprechung zu finden. Währenddessen ist man aber noch damit beschäftigt, sich zu fragen, welchen Teil des PHP-Codes man nun sersetzen sollte.

Die Auflösung ist dann, wie so oft, vergleichsweise banal:

<ul id=”portfolio”>
<li><img src=”<?php bloginfo(’stylesheet_directory’); ?>/images/slideshow/image1.jpg” /></li>
<li><img src=”<?php bloginfo(’stylesheet_directory’); ?>/images/slideshow/image2.jpg” /></li>
<li><img src=”<?php bloginfo(’stylesheet_directory’); ?>/images/slideshow/image3.jpg” /></li>
<li><img src=”<?php bloginfo(’stylesheet_directory’); ?>/images/slideshow/image4.jpg” /></li>
</ul>

Das ist der gesamte Inhalt der slideshow.php – wenn man das einmal geschrieben hat und mit der Dokumentation vergleicht, fragt man sich, wieso man damit ernsthaft etliche Stunden mit der so trivial scheinenden Lösung verbracht hat und kann den wortkargen Großdokumentator gut verstehen.

Thumbnails abgreifen

Dass mich das folgende so sehr beschäftigt hat, ist eher darauf zurückzuführen, dass ich in meinen autodidaktischen PHP-Unterricht so oft geschwänzt habe, unter anderem auch, als die foreach-Schleife dran kam. Folgendes: Das benannte Theme greift für seine Vorschauen auf selbst zugeschnitte Miniaturbilder zurück, deren URL als custom value hinterlegt werden muss. Das ist noch einfach. Gleichzeitig benutzt diese Seite aber das Plugin list category posts, um relevante Artikel und Beiträge derselben Kategorie aufzulisten. Was wäre da schöner, als in einer solchen auch das entsprechende Thumbnail dabei zu haben? Eben.

Wieder ist die Lösung (hier leicht gekürzt) vergleichsweise simpel:

foreach($catposts as $single):

$output .= “<li><a href=’”.get_permalink($single->ID).”‘>”.$single->post_title;

$values = get_post_custom_values(‘thumbnail’,$single->ID);

$output.=”<img src=\”".$values[0].”\” alt=\”".$single->post_title.”\”/></a>”;

$output.=”</li>”;

endforeach;

Kompliziert ist das nur für Leute wie mich, in der Array-Behandlung zwar anwesend waren, aber mit ihrem imaginären Tischnachbarn geschwätzt haben. Das Einfügen eines Dropdown-Menüs mit den entsprechenden CSS-Änderungen war im Vergleich geradezu trivial.

Geschafft! Erledigt! Hurra!

Ich habe bis dato nur eine kümmerliche To-Do-Liste (zumeist ein Briefumschlag oder ein Einkaufsbeleg), auf der ich dann einzelne Tätigkeiten im Wortsinne abhaken kann. Und doch: das ist etwas sehr befriedigendes. Auch wenn es mich letztlich in die Laber Geisteswissenschaftlerecke gezogen hat, finde ich das Aufdröseln und Entzwirren von strukturellen Problemen wie den hier genannten sehr faszinierend und belohnend. Und irgendetwas sagt mir, dass ich noch lange ausreichend Nachschub haben werde.

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