Monthly Archives: August 2007

Formatfragen

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

Ja, ich weiß, es stehen noch einige Filmdiskussionen aus – keine Bange, die liefere ich demnächst nach. Hatte ja genügend Zeit, beim ICE-Fahren meine Cinemathek durchzuschauen.

Was mich aber gerade sehr beschäftigt, sind meine Kontoauszüge. Nicht wegen des viel zu wenig Haben und viel zu viels Solls – das beschäftigt höchstens das Finanzmen. Sondern weil der Kontoauszug heute im DIN-A4-Format aus dem Drucker kam.

Was bitte soll das denn? Da hat man sich vor Jahren so einen schönen breiten, kleinen Ordner geholt und ist einigermaßen glücklich, endlich Ordnung in die unzähligen Briefe der Bank gebracht zu haben, die mich monatlich ja auch über andere Albernheiten wie meine Renteneinzahlungen auf kleinen Bögen informiert. Und jetzt passen die regulären Ausdrucke nicht mehr in den Ordner und ich muss neu sortieren. Na toll! Echt mal, wer denkt sich denn bitte so etwas aus? Und wo soll da der Vorteil für mich sein? *grummel*

Kuriositäten des Alltags: Drogeriebesuche

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

Vorgestern war es mal wieder soweit: Zeit für eine neue Zahnbürste und mithin für mich die Gelegenheit, in der Drogerie nach den neuesten Errungenschaften im pulsierenden Bereich der Dentalforschung Ausschau zu halten.

Was mich gewundert hat: Offensichtlich sitzen bei Proctor & Gamble, Unilever und Konsorten den ganzen Tag Ingenieure nur an der Frage, wie man eine an sich durchaus funktionierende Institution wie die Zahnbürste – ab rund 30 Cent zu erwerben – noch mit unnützen zusätzlichen Features aufwerten kann.

Das Exemplar, was ich mir gestern gekauft habe, besitzt neben einem “Kugelgelenk” (für meine Begriffe eher eine Kugel, die wahllos kurz vor dem Bürstenkopf angeflanscht wurde), eine speziellen, tomatenfreundlichen Federung (auch die sieht für mich eher kosmetisch als wirklich praktisch aus) Borsten in drei verschiedenen Farben, einen Mintgeruch, Silber-Ionen 😮 und eine Rückseite zur Reinigung der Zunge.

Meine Güte, das ist ja komplizierter als das erste iDrive! Was für eine einfache Zeit muss das gewesen sein, als Zähne schrubben Zähne schrubben war und das dazu nötige Utensil nicht die komplizierte Anmutung eines AKW-Innenraums hatte. Und des ist ja nicht so, dass ich zum ultimativen Luxusmodell gegriffen hätte – der Laden hatte noch viel buntere Bürsten im Angebot, vermutlich im Windkanal erprobt und mit Auto-Updates fürs das Flash-ROM. 😀

Dafür ist es der Drogerie-Bedienung nicht gelungen, die Rasierklingen ordnungsgemäß einzusortieren – was ich leider erst daheim beim routinierten Öffnen der Packung bemerkte. 😐

Licht aus, Spot an (2)

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

So, nachdem meine Affinität zu Teenie- respektive Post-Teenie-Filmen jetzt zweimal für Entrüstung gesorgt hat, möchte ich mit diesem Beitrag um Ablass bitten. Zwar ist der besprochene Streifen auch wieder diesseits der 25 Lebensjahre zu verorten, aber dafür kann ich die Kriterien “französischer Film”, “mehrsprachig” und “Untertitel” abhaken =)

Die Rede ist von L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr [IMDb-Link]. Die Geschichte des ersten Teils (Sie erahnen sicher, was in der nächsten Folge dieser Serie besprochen wird). Xavier, ein Student im letzten Semester (also 13tes oder so  😀 ), möchte im Hinblick auf eine mögliche Anstellung bei der Europäischen Union ein Jahr in Spanien (jepp, Barcelona, um genau zu sein, obwohl man Madrid eigentlich für gescheiter halten möchte) verbringen. Dagegen spricht neben den üblichen Bürokratie-Obstakeln seine Beziehung zu Martine (Amélie-Darstellerin Audrey Tautou), die womöglich die gigantische Entfernung nicht überleben wird (die Beziehung, nicht die Dame 😉 ).

In Barcelona angekommen, bleibt Xavier zunächst kurz bei einem merkwürdigen Arzt, der ihn am Flughafen angesprochen hat und mit dessen Frau er letztlich eine Affäre anfängt, sucht sich dann aber eine WG, wie sie chaotischer nicht sein könnte. Ein Däne, ein italiener, eine Spanierin, eine Britin, später noch eine Franzosin und ein Deutscher leben in der Bude und streiten und lärmen, dass es dem Zuschauer eine Freude ist.

Vor allem gelungen am Film sind die allegorischen Bezüge: Barcelona als Stadt, in der sich Xavier ebensowenig zurechtfindet wie in seinen Gedanken, eine WG, deren Kakophonie seine eigene Unsicherheit spiegelt. Warum mich der Film persönlich anspricht? Neben den wirklich liebenswerten Charakteren, dem tatsächlich vollkommen stubenreinen Humor vor allem dieses ewige Thema Selbstfindung jenseits der eigentlich doch gemochten Heimat… 😉

Licht aus, Spot an (1)

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

So, um unserem Dauerblogger Stefan jetzt mal ein wenig Paroli zu bieten, eröffne ich hiermit eine neue Kategorie, in der ich ab und an ein paar filmische Highlights aus meiner privaten Cinemathek vorstellen werde. Dass ich eine lose American-Pie-Affinität hege, wissen Sie. Coming-of-Age (wobei Age of Coming jetzt fast sogar noch besser ist 😀 ) liegt mir als Thema nun einmal sehr an meinem jungen Redakteursherzen.

Den Anfang der Serie macht darum ein hierzulande unberechtigterweise vollkommen unbekannter Film, nämlich Nix wie raus aus Orange County [IMDb-Link]. Ich habe die deutsche Fassung davon noch nie gesehen, aber so viel Wortwitz enthält die Komödie eigentlich nicht. Neben ein, zwei obligatorischen Körperflüssigkeiten-Pointen (wer macht die? wer findet so etwas lustig? 😮 ) zeichnet sich Orange County nämlich durch einen zwar nicht wirklich feinsinnigen, aber dafür genuin lustigen Humor aus 🙂 .

Die Geschichte: Durch einen nicht von ihm verschuldeten Fehler bei der Bewerbung gelangt Shawn, der Hauptdarsteller, nicht zu seiner Ivy-League-Wunschuni Stanford. Seine Mutter findet das großartig, weil das Söhnchen dann wohl eher auf ein nahes College wandern muss. Sein Vater (die Eltern leben getrennt) kritisiert den Berufswunsch des Sprösslings, der doch tatsächlich Schriftsteller werden möchte:

“A writer? What do you wanna write about? You’re not oppressed, you’re not gay…” – “Dad, not all writers are gay…” – “Well, they’re all poor, I can tell you that.” – “That’s not true, think of John Grisham, Anne Rice, Steven King…” – “Three people in the history of literature!”

Doch natürlich geht es Shawn beim Schreiben nicht ums Geld, sondern um Selbstfindung. Seit er Faulkners Straight Jacket an einem Strand gefunden und verschlungen hat, möchte er unbedingt an dessen Universität schreiben lernen – und hat sein erstes Buch, Orange County 😀 schon in weiten Teilen geschrieben.

Also macht er sich mit seinem Junkie-Bruder Lance (hervorragend: Jack Black) und seiner guten Seele von Freundin auf nach Stanford, um den Dekan doch noch von seiner Zulassung zu überzeugen.

Naheliegenderweise bringt das über einige Umwege eine kleine Beziehungskrise und durch den Bruder ein paar Konflikte mit dem Gesetz – aber jede Menge gar nicht mal so zotige Gags und eine schöne Auflösung. Unbedingt sehen!

Warum ich American Pie mag

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

Oh je – diese Headline erscheint mit dem [damals] neuen Look von pcgames.de ja sogar auf der Startseite und dürfte also einige Entrüstung (oder halt Schulterzocken) hervorrufen. “Ach, dann steckt der Burtchen also hinter diesen bösen Anzeigen [Handybildchen etc.] in der Games.”

Nein, tut er nicht. Und es ist auch gerade der allzu banale Fäkalhumor an American Pie 1-3, der mich eher abstößt – sprich, eigentlich sollte ich mal einen Burtchen Cut, bereinigt um einige allzu pubertäre Späße, herausbringen.

Aber: Das Thema – Erwachsenwerden, Unsicherheit im Umgang mit dem anderen Geschlecht, sexuelle Bedürfnisse (wer hat da gelacht?), das ist ja durchaus ein Sujet, mit dem ich auch in meinem fortgeschrittenen Leben noch etwas anfangen (wie übersetzt man “relate to” in diesem Fall?) kann. Gerade, weil Michelle zum Beispiel während der drei Teile einen bemerkenswerten Wandel durchmacht, selbst wenn wir Stiffler mal eher als Quotenkonvertiten ansehen 😉

Mit viel gutem Willen kann man ja sogar die Entwicklung von purer Pubertärlibido über Selbsterkenntnis “Wer passt zu mir?” bis zu richtiger Liebe erkennen.

Aber vielleicht ist das auch nur eine verkopfte Erklärung für etwas Freudianisches. Wer weiß. Sie dürfen sich also ruhig zusammen mit meiner ICQ-Kontaktliste weiter empören.