Monthly Archives: July 2007

Ich habe es wieder getan

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

Diesmal: Der Simpsons-Film. Wohl wenige Filme bieten so viel Möglichkeiten, etwas falsch zu machen. Die jüngsten Staffeln geraten ja schon öfters in die Kritik, und Filme zu Serien, Cartoons oder Comics (Man denke exemplarisch an Spider-Man oder Garfield) sind oft genug meilenweit vom Stil und der Qualität ihrer Vorlagen entfernt.

Was soll ich sagen? Der Simpsons-Film hält meiner Meinung nach, was er verspricht. Ich bin zwar nicht völlig ausgeflippt vor Lachen wie dies etwa bei – Asche auf mein Haupt – American Wedding (American Pie 3) oder Scary Movie 4 (ja, auch ziemlicher Trash, ich weiß) teilweise der Fall war, wurde aber anderthalb Stunden gut unterhalten.

Nahezu alle Charaktere der Serien treten in Erscheinung, die Anspielungsdichte und das Witz-Niveau entsprechen dem gewohnten Level. Die Geschichte hält den Zuschauer auch über eine komplette Spielfilmlänge bei der Stange. Zur deutschen Synchronisation vermag ich nichts zu sagen, allerdings war mein Eindruck, dass der Anteil an Wortwitzen auch nicht übermäßig hoch lag.

Dementsprechend für alle Simpsons-Möger: Hinein mit euch!

Ich habe es getan

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community

Sehen Sie es mir bitte nach, denn ich war jung und (ver)brauchte das Geld. Am Samstag vormittag lief ich in einen Nürnberger Buchladen und kaufte mir Harry Potter and the Deathly Hallows. Hätte ich das Wochenende in Berlin verbracht, wäre ich wohl in den Genuss eines Mitternachtsverkaufs gekommen, aber so konnte ich immerhin ausschlafen.

Und dann las ich für ungefähr 14-16 Stunden. Mit etwas Pausen für Schlafen, Paracetamol und Essen natürlich, aber dennoch intensiv. Und, obwohl Harry Potter 7 meines Erachtens nicht der beste Band der Reihe – und ganz sicher keines der besten Bücher, das ich insgesamt gelesen habe – ist: Hinterher hat man, das liebe ich am Lesen, so ein ungemein befriedigtes Gefühl. Dieses “Yeah, ich hab’ mich durchgeackert.” Das ist gut.

Was ich nicht gut finde: Seit ich mittlerweile alle fünf Filme in einer scheinbar willkürlichen Reihenfolge gesehen habe, haben die dortigen Darsteller meine Phantasie zu beherrschen begonnen. Mein eigenes Bild von Harry, Ron, Hermine und Konsorten ist immer mehr dem der Darsteller gewichen. Da fühle ich mich irgendwie eingeengt.

Die Express-Rezension: JKR führt die gewebten Handlungsstränge der Vorgängerbücher sehr sinnvoll zusammen, auch wenn richtig große Überraschungen ausbleiben. Die verschiedenen Vermutungen in einschlägigen Foren zu möglichen Enden und tiefen Erklärungen trafen durchaus zu – was für ein insgesamt konsistentes Gesamtbild spricht. Mir persönlich ist die erste Hälfte einen Tick zu langatmig, aber ein solider Lesespaß wars allemal

Schlafprobleme

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

Man weiß, dass etwas nicht stimmt, wenn man seit anderthalb Stunden in der Firma ist und das Telefon gerade mal loswecken möchte. Heute Nacht war es wieder einmal soweit. Ab ungefähr halb eins bin ich regelmäßig kurz wachgeworden, weil ich Wasser erst dem lokalen Rohrsystem entnehmen und dann wieder zuführen musste, mein Kopfkissen heruntergeworfen hatte und weil mir einfach zu warm war.

Das nervt, und zwar gewaltig. Eigentlich will ich doch gar nicht viel, sondern nur einen beruhigen Schlaf, wenn ich denn wenigstens mal dazu komme. Würde ich Ihnen an dieser Stelle noch schreiben, was ich geträumt hatte – Sie bekämen Angst, das sage ich Ihnen!

Aber: Was kann man sinnvolles tun, um besser respektive überhaupt zu schlafen? Bin ja noch etwas skeptisch, ob ich mal in der Apotheke fragen soll. Die von meinen weiblichen Bekannten empfohlenen Hopfentees (nein, nicht die anderen Hopfengetränke 😉 ) hatten jedenfalls nicht die erhoffte Wirkung…

Geldprobleme…

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

…habe ich ständig. Zum einen natürlich, weil ich (liest du das, Petra? [gemeint ist meine damalige Chefin, Petra Fröhlich]) viiiiel zu wenig verdiene und wenn ich mir dann mal was tolles kaufe, die Fürther Fahrrad-Mafia es schnell aus der Welt schafft.

Aber diese Sorte von Geldproblemen meine ich gar nicht. Häufig ist nämlich mein Problem, dass ich zwar prinzipiell Geld verfügbar, aber eben nicht bar dabei habe.

Ich mag nämlich kein Bargeld. Hat relativ viel Gewicht (und wird mit der Zeit nur wertloser und schwerer), ist schmutzig und passend zählen dauert ewig (“Mit diesem Geldstück verbinde ich eine ganz besondere Erinnerung…”). Letzteres würde mich ja zu der Frage bringen, warum so viele Rentner ausgerechnet frühs und spät abends einkaufen gehen, aber das gehört nicht in diese Folge.

Ich zahle also eigentlich gerne mit Karte. Swipen, tippen bzw. unterschreiben, Wisch mitnehmen, fertig. Passend abgebucht, kein nerviges Kleingeld, alles super. Nachteil 1: Bei Kleinstbeträgen hat sich Kartenzahlung in Deutschland noch nicht so durchgesetzt. Nachteil 2: Schäuble liest meine Kontoauszüge, und eigentlich bin ich da gar nicht so scharf drauf.

Die Kreditkarte ist die natürliche Überspitzung der ec-Karte. Vorteile und Nachteile werden weiter maximiert (erhöhte Convenience, aber mehr Überwachung und potenziell mehr Ausdemruderlaufgefahr der Ausgaben). Wird also variabel eingesetzt.

Neulich aber war ich doch etwas ratlos.

Ich wollte nach Nürnberg fahren. Die nächste Station von der Firma aus ist Stadtgrenze. Dort gibt es auch zwei Automaten. An denen steht:

Hier können Sie mit Geldkarte zahlen..

Mit Geldkarte? Wenn ich die Möglichkeit habe, eins aus vier Zahlungsmitteln auszuwählen, warum nehme ich als Unternehmen dann das am wenigsten Verbreitetste? Warum zwinge ich arme PC-Games-Redakteure, einen halben Kilometer bis zur nächsten Station zu laufen. Ja, laufen, weil mein Fahrrad bekanntermaßen… *grummel*

Was ist bloß los mit der Welt?

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

Mutmaßlicherweise stehe ich auf diversen schwarzen Listen der Verfassungsschützer. Ich bin [Update: war] Mitglied einer Partei, die nicht ferner von den aktuellen Positionen Schäubles sein könnte [dachte ich damals], ein Freund von mir hat mir mal spaßeshalber ein Überweisung mit dem Verwendungszweck “Bombe Terror Iran Bin Laden Uranzentrifuge” geschickt und zu allem Überfluss hab’ ich auch mal ein wenig PGP ausprobiert.

Buhu. Vermutlich reicht das aus, um über irgendeinen Filter auf diversen Watchlists gelandet zu sein. Ob ich wirklich eine Gefahr für die innere Sicherheit bin? Jetzt, so ganz ohne Fahrrad, bin ich ja nicht mal mehr für die Verkehrssicherheit (nein, nicht die mit dem frivolen Gemüse) eine ernsthafte Bedrohung.

Ich verfüge nicht über die Informationen, welche beim Verfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst und der Bundeswehr herumliegen – wenn sie mal nicht wieder versehentlich gelöscht werden -, also kann es ja durchaus sein, dass die Terrorgefahr in Deutschland größer ist, als ich es fühle. Und dass Schäuble und Konsorten mit den aktuellen Maßnahmen das subjektive Bedrohungsempfinden einfach bis auf einen realistischen Wert nach oben anpassen wollen.

Es könnte aber auch sein, dass das alles völlig sinnlose Maßnahmen sind. Denn was mich bei der aktuellen Debatte wundert: Fällt niemandem auf, dass Großbritannien, ein Musterland im Aufstellen möglichst vieler Videokameras, in den letzten Monaten verdammt oft Ziel erfolgreicher Anschläge geworden ist?

Was bitte schön hat denn jemand davon, im Nachhinein die Route eines Selbstmordattentäters nachzuvollziehen? Okay, man kann’s bei Youtube hochladen und die Drehbuchautoren für die Verfilmung haben weniger Arbeit, aber sonst? Die Antworten auf die angeblichen Bedrohungen durch den Terrorismus sind so unfassbar albern, dass mir niemand erstnhaft erzählen kann, dass sie als wirkliche Maßnahme dagegen angelegt sind.

Beispiel Handyverbot für Terroristen. Was ist so schwer daran, über einen Mittelsmann anonyme Prepaid-Telefone zu ergattern? Oder diese einfach abzuziehen? Wer bitte verbietet einem halbwegs gewieftem Menschen, sich ins Internet einzuwählen, wo alle Fußbreit ein ungeschütztes WLAN nur darauf wartet, zur Einwahl benutzt zu werden?

Diese Vorschläge hätten allesamt etwas – bei aller Traurigkeit -, dass man noch belächeln könnte. Wirklich wütend macht mich die Idee, Terrorverdächtige gezielt zu töten. Also, jetzt mal so ohne nervigen Prozess, der ja doch nur Kosten und Zeit verursacht. Wie kann jemand, der so etwas vorschlägt, überhaupt noch schlafen? Es ist für meine Begriffe vollkommen, und ich meine wirklich vollkommen indiskutabel, das noch als rechtsstaatliche Maßnahme zu begriefen. Und das hat dann auch nichts mehr mit einer “Anpassung” des Grundgesetzes zu tun, sondern mit seiner Abschaffung.

Ich muss mich mal hinsetzen und mir überlegen, was man gegen Schäuble – wie Mittermeier so treffend formulierte – “Gollum ‘Mein Schatz, Sicherheit…’ auf Rädern” tun kann. Jetzt mal so ohne bestimmte Tabus, wie es gerne gefordert wird.

Frivoles Gemüse

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem Blog bei der PC-Games-Community.

Jeden Morgen fahre (naja, seit Neuestem leider: laufe) ich an ein paar dieser Plakate der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vorbei. Die Arbeit der BzgA möchte ich keineswegs in Frage stellen – Präservative sind wichtig, wegen Aids, ungewollten Schwangerschaften, Herpes und was einem sonst noch so passieren kann – aber die Präsentation der Kampagne wundert mich etwas.

Gewiss, sie erregt, und zwar Aufmerksamkeit. Andererseits: Ist es nicht möglich, dass Jugendliche durch den “Mach’s mit!”-Feldzug ein falsches Bild von Gemüse bekommen? Ich meine, dass ohnehin nur McDonald’s und Schokoriegel kennende Kinder vielleicht im Supermarkt beim Anblick der Gemüseabteilung… ach lassen wir das.

Aber was ich mich wirklich frage: Wie ist das, wenn man bei der BzgA für diese Kampagne arbeitet? Wenn man tagtäglich Gurken, Tomaten, Bananen und allerlei sonstiges zylindrische Grünzeug gummiert? Was steht im Arbeitsvertrag, was im Arbeitszeugnis? Hat das Auswirkungen auf die Sexualität aufs Essverhalten?

Und: Was kommt als nächstes? Sehen wir demnächst latexumhüllte PC-Mäuse und Joysticks? Sind Schirme und PET-Flaschen demnächst Werbeträger für Billy Boy und Co.?