Aus der Asche?

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem damaligen Blog “Morgenstimmung Berlin”, der nach langer und beschwerlicher Datenbankreise den Weg in dieses Blog geschafft hat – an Zeichenkodierungen und ggf. Bildern arbeite ich allerdings noch.

Uff… nach einer extrem stressigen Zeit komme ich nun endlich dazu, vergangene Frühstückstests nachzuholen – für diesen hier geht es eigentlich bis in den November zurück… wo das nasskalte Wetter ein gemütliches Frühstücks-café ja um so attraktiver erscheinen lässt. Um nicht allzu Prenzl-Berg- und Mitte-lastig zu erscheinen, habe ich mir diesmal ein Café in Schöneberg herausgesucht (und eine weibliche Begleitung aus Baden-Württemberg, aber das nur am Rande 😉 ) – die Phoenix-Lounge in Schöneberg.

Nachdem ich durch nette Passanten in Schöneberg doch noch den Weg ge- und mich dort eingefunden hatte, war mein erster Eindruck: naja, wohl alles noch etwas verschlafen hier – ein dezent verraucht-verbrauchtes Ambiente, bis jetzt keine allzu gute Heizung und Krümel auf der Sitzbank. Im gesamten versucht das Phoenix einen Mittelweg aus Café und Bar, spricht also gleichzeitig eher jene Menschen, welche sich um die Baugerüste kümmern an (davon waren auch welche zu Gast) und mich (das finde ich gut). Nicht so gut: das etwas kahle Ambiente – Kerze und Blume auf dem Tisch sucht man vergebens, dafür gibt es permanenet eine dezente Musikuntermalung.

Qual der Wahl

Ein von mir oft gehegter Kritikpunkt beim Besuch von Cafés ist die gähnende Langeweile, wenn ich mir die Speisekarte anschaue – ein französisches Frühstück, eins mit Käse, eins komplett, eins süß… sonst noch Fragen? Das kann im Phoenix nicht passieren: die Auswahl hier ist mit das Beste und Vielfältigste, was ich bisher überhaupt in einem Café gesehen habe. Da gibt es neben den obligatorischen Kandidaten gleich zwei Vital- bzw. Fitnessfrühstücks, ein Mexikanisches (mit Chilli con Carne), ein Italienisches, ein Chinesisches, ein Südafrikanisches, ein Schwedisches… mit etwas Phantasie gedacht, wirklich eine exzellente Angebotspalette, und dazu gibt es noch ein Monatsfrühstück (im November irisch). Dazu gibt es noch eine angenehme Kuchenauswahl.

Die Speisen selbst sind durchweg lecker und reichlich, weder zu kalt noch zu heiß, noch in irgendeiner Form falsch gwürzt. Der kulinarische Gesamteindruck ist also sehr solide – andererseits “flashen” die Frühstücks auch nicht wirklich, sondern sind halt einfach “nur” lecker – die größere Punktzahl gibt’s für die Auswahl und nette Ideen wie etwa Kuchen zum mehrmals eingenommenen Milchkaffee.

Da werden Sie geholfen

Die Bedienung ist größtenteisl freundlich und verbindlich, ohne durch persönliches Auftreten aufzufallen. Lediglich, als wir den Besoldungsvorgang einleiten wollten, ignorierte die Kellnerin uns für eine Weile recht gekonnt. Preislich siedelt sich das Phoenix sehr zur Freude des studentischen Budgets eher unten an.

Fazit

Schöneberg ist eine Reise wert? Für jeden, der mal etwas abseits des üblichen Frühstücksterrains kennenlernen möchte, auf jeden Fall. Wer dagegen seinen Speiseplan eher konservativ gestaltet, der wird die Reise wohl aufgrund der zwar überdurchschnittlichen Speisen, aber des – in Abhängigkeit von der Begleiung 🙂 – ein wenig nüchternen Ambientes etwas hinauszögern. Kennen sollte man dieses im Gesamten empfehlenswerte Café aber auf jeden Fall!

Wertung: Phoenix Lounge
Speisen und Getränke 90% 80%
Atmosphäre 75%
Bedienung 75%
Kyffhäuserstraße 14 (U Eisenacher Straße).
Preise: Croissant-Frühstück 2,80€, Milchkaffee 2,30€, Orangensaft:1,80€ .

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