Schall & Rauch

Anmerkung: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen importierten Artikel aus meinem damaligen Blog “Morgenstimmung Berlin”, der nach langer und beschwerlicher Datenbankreise den Weg in dieses Blog geschafft hat – an Zeichenkodierungen und ggf. Bildern arbeite ich allerdings noch.

Was assoziiert man mit einem Restaurant-Titel wie diesem? Als passionierter Stadtfrühstücker kann man natürlich bei Schall an angenehmes Klappern von Geschirr, an das Geräusch in eine Tasse plätschernden Kaffees oder schöne Hintergrundmusik denken, bei Rauch an den angenehmen Dampf besprochenen Heißgetränkes oder an die Dünste, die von einem Feta-Omelette aufsteigen. Hm, lecker…

…oder aber Schall & Rauch bezeichnen die Konversation und die Zigarre des Nachbartisches, welche sich in dem etwas engeren Laden doch recht penetrierend auf das eigene Fr?ºhst?ºcksareal ausbreitet, was die Stimmung ein wenig senkt.

Im Prenzlberg, genauer gesagt in der Gleimstraße (eigentlich günstig, nur derzeit vermasselt der Schienenersatzverkehr die Anfahrt etwas), findet man also dieses für meinen Geschmack etwas kühl eingerichtete Restaurant. Die Wände sind kahl, die Lampen modern und die Stühle und Tische bewusst eckig – das kann man mögen. Die Bedienung freundlich, wenngleich etwas lakonisch.

Die Speisekarte ist wirklich originell: da gibt es Romeo & Julia, Männlich & herb, Hart & weich, Gesund & Wertvoll sowie natürlich Schall & Rauch. Das Ganze ist mit 4-9 Euro je Frühstück moderat gepreist.
Der Milchkaffee war lecker, über die Qualität des Kekses herrschte zwischen meiner Mutter und mir keine Einigkeit.

Das eigentliche Frühstück – wir entschieden uns für die Öko-Variante – war wirklich gut: reichhaltiger Käse, gute vegetarische Pasten (mit leckerer Erdnusscreme), Grapefruits (nur der geeignete Löffel hat noch gefehlt)Lecker und gesund: Grapefruit - nur war das Essen leider etwas komplizierter... und vielfältige, frische Brötchen, dazu ein wirklich bewundernswertes Müsli – hier wurde nicht zuviel versprochen. Und doch: trotz lustig gesprenkelten Schnittlauches und des bunten Obstkorbes kam mir das immer noch etwas steril vor.

Letztendlich bleibt das Restaurant aber Geschmackssache – mir war sowohl die Bedienung als auch das Ambiente etwas zu kühl, um wirklich passioniert wohlfrühstücken zu können. Allerdings kann man den Laden sicher auch sehr mögen, unabhängig davon, ob man die ausliegende Siegessäule zur Stammlektüre erklären möchte…

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